Wilhelma in Bad Cannstadt bei Stuttgart

Anfang Juli dieses Jahres hatte ich die Möglichkeit, mit dem Bus die Wilhelma in Bad Cannstadt bei Stuttgart zu besuchen.

Ich kannte sie schon aus jungen Jahren, doch inzwischen hat sich dort vieles getan.

Der Botanische Garten mit angeschlossenem Zoo auf dem Gelände eines ehemaligen Königsschlosses ist zu einem richtigen Kleinod geworden.

 Schon an der Mauer zum Eingang steht zu lesen:

 

Es ist der Dreiklang aus Zoo, botanischem Garten und historischem Park, der den hohen Wert und besonderen Reiz der Wilhelma ausmacht.

Ein idealer Ort, um den Menschen Erholung zu bieten, Wissen über Tiere und Pflanzen zu vermitteln und zu mehren, sich für den Erhalt der biologischen Vielfalt einzusetzen und unser kulturelles Erbe zu bewahren. 

 

Der Park der Wilhelma gehört zum historischen Baubestand von Baden Württemberg. Er war einst gedacht und erbaut als privater Rückzugsort des Schwabenkönigs Wilhelm I. Mitte des 19. Jahrhderts war bei den Königs- und Fürstenhäusern Europas maurischer Stil „in“. So wurde der als Wohn- und auch Repräsentationsort gedachte Park in diesem Stil erbaut. Der König gab 1837 bei seinem Hofarchitekten Ludwig von Zanth eine maurische Anlage in Auftrag, der als Namen Wilhelma zugedacht war. Ein Vorbild für diesen Stil war damals die Alhambra im spanischen Granada. Deshalb wird die Wilhelma auch Alhambra am Neckar genannt.

1846 wurde die Wilhelma anlässlich der Hochzeit von Kronprinz Karl mit der Zarentochter Olga Nikolajewna eingeweiht .

Schon 1812 gründete König Friedrich I. eine Menagerie  auf dem Gelände des späteren Lustschlosses. Eine Besonderheit in dieser Menagerie waren Erklärungstafeln zu den Tieren in den Gehegen und die Öffnung für das gemeine Volk. In der Menagerie wurden damals 220 Tiere gehalten. Darunter befanden sich Elefanten, Affen, Papageien. 1816, nach dem Tod des Königs, wurde die Menagerie aus Geldmangel geschlossen. 1840 entstand der Wernersche Tiergarten als Erweiterung einer bestehenden Gastwirtschaft.

Der heutige zoologisch-botanische Garten befindet sich noch in dieser Anlage von 1846. Die Parkanlage wurde seit den 1960-er Jahren für den Zoo erweitert und überarbeitet.

Die Idee, einen Zoo daraus zu machen, stammte einst von Albert Schöchle.

Die Wilhelma zeigt auf etwa 30 Hektar rund 8.900 Tiere aus aller Welt und ist mit knapp 1.100  Arten einer der artenreichsten Zoos Deutschlands. Zusätzlich werden etwa 5.800 Pflanzenarten aus allen  Klimazonen der  Erde gezeigt.

 

An einem Tag ist es fast nicht möglich, alles an zu schauen, was die Wilhelma bietet. Aber egal, was man sich heraussucht, es wird überall sehr viel geboten und die Anlage ist in einem sehr gepflegten Zustand.

 

Siehe auch 

 

 

  


Historische Gebäude des ehemaligen Königssitzes

  

Flora der Wilhelma

Fauna der Wilhelma

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